Dunnett bei Klett-Cotta


[ Antworten ] [ Dunnettie-Forum Archiv 21 ] [ Dunnettie-Forum ]

Abgeschickt von Martine am 18 Mai, 2004 um 12:00:59:

Antwort auf: Die Botschaft hör' ich wohl ... von Heike am 18 Mai, 2004 um 10:36:41:

: ... allein mir fehlt der Glaube.


Hallo Heike,
ich habe in den letzten sechs Wochen das Projekt aus der Nähe mitbekommen, und sowohl mir, als auch dem Verlag ist klar, daß man mit Dunnett nicht auf der Welle sogenannter historischer Romane reiten kann.
Die beiden Lektoren, die sich mit Dunnett beschäftigten waren zuerst ausgesprochen skeptisch, auch mit dem Argument, man lese eigentlich keine historischen Romane. Die Skepsis legte sich sehr schnell, als sie Dunnett lasen und erkannten, daß die Qualität, eine andere ist. Dann war natürlich auch klar, daß auch eine andere Leserschaft dafür geworben werden muß.
Ich denke schon, daß für Dunnett ein Markt da ist, aber er deckt sich nicht mit dem der Leser historischer Romane, denen es egal ist, ob es im Mittelalter Kartoffeln zum Fleich gab, Hauptsache der Ritter kriegt seine holde Maid.

Ich bin überzeugt, daß das die größte Schwierigkeit ist, und daß es in der Leserschaft eh immer kriselt, wenn z. B. die große Marzipanliste ihre äußerst kompetente Listmom verliert, und nun von weniger kommunikativ begabten Menschen betreut wird, um es mal so auszudrücken, dann ist das kein Symptom, das auf den Zusammenbruch des Abendlandes schließen läßt, sondern eher auf ein Auf und Ab.
Whispering Gallery ist eine Zeitschrift, die seit dem Intenet und den Listen dort kränkelt, zum großen Teil auch durch die etwas ungeschickte Vertriebspolitik die sie machen, wir hatten uns vor zwei Jahnren schon mal auf den 3D darüber unterhalten. Und da WG und die DDRA im Personal oidentisch sind, kann ich die Ermattung verstehen.

Ob KH jemals übersetzt werden wird, kann ich dir nicht sagen, aber Klett-Cotta hat inzwischen zwei begeistete Dunnettleser unter den Lektoren, und ist entschlossen das Projekt in Angtiff zu nehmen. Natürlich, wenn es nicht laäuft, ein Verlag ist nicht die Caritas, das ist uns allen klar, aber statt zu unken, solten wor lieber trommeln, damit wir die richtigen Leute interessieren.
Und ein Verlag, der schon immer etwas andere Autoren (ich nenne nur White, Goldman, Braudel, Williams) die durchaus schwierig und ansrpuchsvoll sind, kann es auch mit DD schaffen und sit meiner Meinung nach auch der richtige Verlag für diese Autorin. Es ist eben nicht Heyne und nicht Lübbe und auch nicht Weltbild, die eben ein bestimmtes Segemnt an FastFood-Literatur abdecken, sondern jemand mit einem anspruchsvollen Programm, dessen Vertrieb auch in der Lage ist, einen schwierigen Autor zu unterstützen.

So long
Martine


Antworten:



Ihre Antwort

Name:
E-Mail:

Subject:

Text:

Optionale URL:
Link Titel:
Optionale Bild-URL:


[ Antworten ] [ Dunnettie-Forum Archiv 21 ] [ Dunnettie-Forum ]