Geschichte des Buches: Am Anfang war die Rolle, Teil 2: Mittelalter


Im Mittelalter ersetzen miteinander vernähte Pergamentblätter den im feuchten Klima Europas nicht sehr haltbaren Papyrus. Hier wurde nun parallel zu den schmalen Seiten der Rolle geschrieben. Nun waren diese Rollenbücher vor allem im liturgischen Bereich und für die Aufzeichnung dramatischer Texte gebräuchlich. Noch heute kennen wir aus dem Theater den Begriff der "Rolle".

Bei den liturgischen Prunkrollen stehen die Miniaturen Kopf; beim Abrollen über ein Gestell, den Ambo, konnte der Diakon den Text lesen und vortragen, die Gläubigen konnten die dazugehörige Illustration betrachten, sofern sie nahe genug standen.
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Aus der Kartenabteilung der Staatsbibliothek: K 14

Gerhard Mercator:
Atlas Minor. - Amsterdam, 1628.
Geboren 1512 in Rupelmonde in der Grafschaft Flandern, studierte Gerhard Kremer, latinisiert Mercator, in Leeuwen u.a. Philosophie und Mathematik. Er fertigte mathematische Instrumente und nahm Landvermessungen vor. 1541 und 1551 stellte er zwei Globen, einen Erd- und einen Himmelsglobus fertig.
Er fertigte zahlreiche Karten, vor allem 1569 die Weltkarte in der nach ihm benannten Mercator-Projektion. Bei dieser wird die Kugelgestalt der Erde so auf das ebene Kartenblatt übertragen, daß zwar die Flächen verzerrt, die Winkel aber bewahrt werden.
1593, ein Jahr nach seinem Tod erschien die erste Auflage des von ihm zusammengestellten Kartenwerk der damals bekannten Erde, dem er den Namen "Atlas" gegeben hatte. Hier liegt ein Druck von 1628 aus Amsterdam vor.

Restaurierungskosten: 450.- EURO



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