Scriptorium


Scriptorien (= Schreibschulen) gehören zur monastischen Bildungstradition. Während Lesen und Grundelemente des Schreibens auch in der Schule gelehrt wurden, wurden für die Kunst des Bücherschreibens meist nur talentierte junge Leute durch die erfahrenen Schreiber eines Scriptoriums ausgebildet.

Dies führt zu einheitlichen Merkmalen in Schrift und Ausstattung der Handschriften, die eine Zuordnung zu einer bestimmten Schreibschule möglich machen.
Umfangreichere Texte wurden oft lagenweise auf die einzelnen Schreiber verteilt, was sich im Handwechsel und an unbeschriebenen Spalten oder leeren Seiten am Lagenende ablesen läßt.
Besonders produktive Scriptorien waren St. Gallen, Tours, Lorsch im 8. und 9. Jh., die Reichenau in der Ottonenzeit oder der Bamberger Michelsberg in der ersten Hälfte des 12.Jh.
Charakteristisch für viele Scriptorien ist auch der Buchschmuck vor allem illuminierter, d. h. geschmückter Handschriften. Voraussetzung für ein gut funktionierendes Scriptorium war eine reichhaltige Bibliothek.

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Aus der Musikabteilung der Staatsbibliothek: M 09

Hafenreffer, Samuel:
Monochordon symbolico-Biomanticum. Abstrusissimam pulsuum doctrinam, ex harmoniis musicis dilucidè, figurisque oculariter demonstrans, de causis et prognosticis inde promulgandis fideliter instruens, et jucendè per medicam praxin resonsans; pulsatum per Samuelem Hafenrefferum. - Ulm: Balthasar Kühn, 1641. - 146 S.

Frühes und interessantes Werk Samuel Hafenreffers (1587-1660), das Gesetzmäßigkeiten der Musik zum menschlichen Pulsschlag in Beziehung setzt.
Der Tübinger Medizinprofessor veröffentlichte auch das erste moderne Lehrbuch der Hautkrankheiten. Das Werk hat den Titel "Pandocheion aiolodermon", was etwa mit "Gasthaus zum bunten Fell" übersetzt werden kann

Restaurierungskosten: 230,- EURO



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