Niccolai Giorgio de'Acciajuoli

Andrea del Castagno, Niccolo de'Acciaiuoli, ca 1450


Niccolai Giorgio de'Acciajuoli war - , wie auf ein Stichwort hin, eingetreten. Er trug die gleiche florentinische Kleidung wie tags zuvor am Kanalufer in Damme: eine gefältelte Kopfbedeckung und ein Gewand aus Seidenbrokat. Sogleich war er die beherrschende Gestalt im Raum. Sein glattgekämmter schwarzer Bart war nach italienischer Art gestutzt, doch Hautfarbe und die engstehenden dunklen Augen verrieten den Levantiner. Zwischen den rot konturierten Lippen blitzten makellose Zähne. Ein Grieche florentinischer Abstammung: der Gast vom Schiff der Schotten, den der Lehrling Claes tags zuvor zu Boden geworfen hatte. Dem Claes deutlich hörbar das Bein gebrochen hatte. ...

Dorothy Dunnett: Niccolòs Aufstieg, Kapitel 2, S. 47, Klett-Cotta, Stuttgart 2006

Der Ritter auf diesem Fresco ist ein Namensvetter und Vorfahre des Mannes, dem Claes an der Schleuse in Damme das Bein gebrochen hatte. Gemalt wurde dieses Portrait des florentinischen Feldherrn aus dem 14. Jahrhundert allerdings erst posthum, nämlich etwa hundert Jahre nach der Lebenszeit des darauf Dargestellten. Ob wohl der Grieche mit dem Holzbein etwas damit zu tun hat?

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