Tommaso Portinari

Hans Memling, Das Ehepaar Tommaso Portinari und Maria Baroncelli, Detail, ca. 1470


Angelo wußte, daß Tommaso Portinari ein eifersüchtiger junger Mann war, der nicht einmal seine Brüder mit seiner Eifersucht verschonte. Er fand es durchaus nicht witzig, daß von Zeit zu Zeit mysteriöse Berichte über seine Schwächen ihren Weg nach Florenz fanden, aber er unternahm nichts dagegen. Ehrgeiz steigerte den Leistungswillen, ...

Dorothy Dunnett: Niccolòs Aufstieg, Kapitel 15, S. 262, Klett-Cotta, Stuttgart 2006

Der Mann mit den prächtigen Ringen, die auch dem Strauß gefielen, Tommaso Portinari, der Stellverteter Angelo Tanis, wetteifert mit seinem Chef um die Leitung der Medici Bank in Brügge. Für beide, Tani ebenso wie Portinari, war Selbstmarketing wichtig, und so sind uns von beiden Portraits überliefert, beide sogar vom selben Maler!
Angelo Tani ist auf der Außenseite von Memlings Triptychon vom Jüngsten Gericht als Stifter dargestellt. Wer dieses Bild, das noch etwas später in Dunnetts Romanzyklus eine Rolle spielen wird, ganz genau anschaut, der wird darauf auch Tommasso Portinari finden.

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