Gregorio d'Asti

Hans Memling, Der Mann mit dem Pfeil, 1478-80


Gregorio war erstaunt. Entsetzen und Bewunderung erfüllten ihn. Er empfand das starke Bedürfnis, sogleich einen Ehevertrag für dieses taktisch vorgehende Paar aufzusetzen, der ihnen erlaubte zu tun, was sie zu tun wünschten - buchstabengetreu, umfassend und allen Regeln des Rechts entsprechend. Einen so bindenden Vertrag, daß er, welchen Betrug der junge Mann auch plante und welcher Wahn die Frau auch umfing, niemals gebrochen werden konnte.
Und danach, dachte er, würde er gern noch eine Weile bleiben, um zu sehen, was passierte.

Dorothy Dunnett: Niccolòs Aufstieg, Kapitel 26, S. 435, Klett-Cotta, Stuttgart 2006

Als weiterer juristischer Berater tritt Gregorio in das Haus Charetty ein, als Claes aus Italien zurückkehrt und Marian beginnt, ihre Geschäftsfelder auf den Kurierdienst und den Verleih ihrer Söldnertruppe auszuweiten. Gregorio vertritt Julius, der die italienischen Unternehmungen betreut, im Hause Marians. Er wird schnell zu ihrem engen Vertrauten und Stellvertreter und erfährt bald mehr, als er eigentlich wissen wollte über die Fehde mit Simon of Kilmirren.

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