Unbekannter deutscher Meister, Gleichnis von den anvertrauten Talenten, ca. 1560, Staatliche Museen, Berlin

"... In token of his gratitude that winter, the most noble and right victorious Prince James, Third of the Name, was pleased to appoint Nicholas de Fleury, Baron Beltrees, as one of his councillors and chamberlains, and add to his barony those lands which were necessary to round of his property. .."

Dorothy Dunnett: To Lie with Lions, Part IV, Summer, 1472, The Multitude of Pains, Chapter 40

Adel = Ritter

Meist wird Ritter und Adel gleichgesetzt, das stimmt so aber nicht. Zwischen beiden Begriffen muss unterschieden werden, denn sie sind nicht identisch.
Die Ritter stellten nur einen verschwindend geringen Anteil am Adel. In Frankreich, wo die Zahlen sehr gut belegt sind, waren von den Angehörigen der ca. 50.000 adligen Familien im Spätmittelalter und zu Beginn der Frühen Neuzeit nur ungefähr 4000 Personen Ritter.

Adel bedeutet in der Regel ein Lehen, aber das bedeutete nicht automatisch, dass man auch Ritter wurde. Bereits am Ende des 13. Jh. beginnt der Niedergang des Adels. Viele adlige Geschlechter wurden auf den Stand des Ministerialadels (Dienstadels) herabgestuft, das Lehen fiel wieder an den Landesherrn oder wurde nach und nach entzogen.

Die Einkünfte reichten oft nicht aus, den Lebensunterhalt zu sichern. In den Urkunden aus dem Ende des Mittelalters ist in vielen Fällen nur noch von Knappen und nicht mehr von Rittern die Rede. Der Ritterschlag scheiterte dann schlicht am Finaziellen.

Ab dem 14. Jh. verliert das Rittertum durch die aufkommenden Söldnerheere seine militärische Bedeutung.


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