Re: Threads (wasauchimmerdasheißt)


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Abgeschickt von Grisel am 19 Maerz, 2001 um 11:21:39:

Antwort auf: Threads (wasauchimmerdasheißt) von Kathrin am 18 Maerz, 2001 um 23:50:08:

Hallo Kathrin!

: Ungefähr so objektiv wie die gesammelte Streitmacht hier, die jede Kritik an DD in Grund und Boden rammen würde? Nun, zur Göttin ist sie hier noch nicht aufgestiegen, wohl aber für andere Leute, wie ich in der link-Liste feststellen durfte ("...und dann stand ich endlich vor ihr und sah ihr in die Augen!!! WOW!!!" oder so ähnlich).

Bitte, ich bin geheilt. Ich dulde mittlerweile nicht nur Kritik an ihm, ich kritisiere ihn auch selber.
Manche Leute bei Dunnett übertreiben aber schon, denke ich. Bei aller Liebe, man kann auch mal etwas nicht so gut finden.

: In den deutschen Büchern wurden die Namen natürlich brav mit übersetzt. Julius, Richard, George, Anne und Tim.
: Bis auf eines habe ich die gesamte Serie geschafft, und dieses eine harrt noch der zufälligen Begegnung mit mir, und dann werde ich diese Serie als abgeschlossen betrachten können.

Da bin ich froh, daß das bei mir nicht übersetzt war. Sowas mag ich im allgemeinen gar nicht.

: Ui, recht früh. Bei mir ging das mit vielleicht so etwa fünfzehn los. Ich habe noch die Zwischenzeit der sog. Jugendbücher mitgemacht. Erstes "Erwachsenenbuch"? Hm, könnten sogar die Erdsäulen gewesen sein. Zumindest kann ich mich daran erinnern, daß die Sexszenen für mich völlig ungewohnt und neu (und - wie ich gestehen muß - auch nicht uninteressant) waren.

Oh, die entsprechenden Szenen in "Die Erben Kains" (eben J. Jakes) habe ich damals auch mit angewidertem Interesse gelesen ... Die Faszination des Unbekannten? Habe ich 6 Mal gelesen, mein persönlicher Rekord.

: Jaaa, ich muß zugeben, daß ich damit wirklich nur sehr langsam vorankomme. In der Mittagspause einige Seiten (unter den befremdlichen Blicken der Kollegen), vielleicht abends vorm Ins-Bett-gehen... da dauert selbst bei mir ein Buch ein wenig länger.

Oh, war keine kritische Frage, ich meinte nur, daß es noch dicker sein muß, als angenommen, wenn sie nach der Gefangennahme von 500 Seiten zur Verfügung hat.

: Also macht Mrs. George auch so etwas wie eine(n) Romanbio? Oder wird so etwas nur von Zeitzeugen erstellt und ist deshalb historisch so fragwürdig?

Die Grenzen zwischen Romanbiographie und gewöhnlichem historischen Roman über eine historische Persönlichkeit sind nicht so genau definiert. Allerdings ist die Romanbio einfach eine erzählte Biographie, also daß der Autor nicht mehr tut, als das Leben der Person in Dialog usw zu fassen. Bei einem historischen Roman über eine solche Person erwarte ich, daß der Autor etwas eigenes einbringt und der Figur richtiges Leben einhaucht.

: In diesem Fall ist das glaube ich wirklich Geschmackssache, denn es wird nicht allzu sehr in den Mittelpunkt gerückt. Ich bin halt absolut nicht für Liebesgeschichten zu begeistern. CM ist und bleibt die große Ausnahme.

Ohje, ich bin ja noch radikaler. Immerhin habe ich mich mit CM jetzt doch angefreundet, also gibt es noch Hoffnung für mich.

: Gute Frage. Mrs. George beschreibt Marys Reaktionen so "normal", daß man echt Probleme kriegt, da jemandem die Schuld zuzuschieben. Denn so einfach ist das auch nicht mit den "bösen Baronen". Natürlich werden Intrigen gesponnen, aber auch das Volk steht schließlich hinter den Baronen und gegen Mary.
: Eigentlich ist Knox der Böse. Deswegen ist seine Sexszene auch so schön zu lesen: Dieser Widerstreit seines Gewissens - geistiger Führer, der jegliche Hurerei verbannt, gegen seinen niederen Trieb. Da hat sich die Autorin richtig schön fies ausgelassen.

Ah, das klingt dann wieder interessant, wenn nicht die eine Seite böse ist und die andere gut. Also daß Mary weder ein Lamm noch ein Biest ist.

: Achill fand ich doof. Setzt sich da wie die beleidigte Leberwurst an den Strand, während um ihn herum die Schlacht tobt und seine Gefährten abkratzen... Ha, in Stuttgart läuft gerade eine Ausstellung, wo auch trojanische Schätze ausgestellt werden. Und natürlich wird wieder die Troja = Atlantis-Theorie diskutiert. Wobei die Argumente dafür nach wie vor recht logisch klingen.

Wie, Troja war Atlantis?
Gratuliere, bei Achill bist Du eben nicht reingefallen. Ist ja auch "doof". Ich habe auch ein paar Romane gelesen, wo er sehr viel realistischer und nicht heroisch dargestellt wird - "Achill das Vieh".

: Ja, meine hat's mir auch gerade bestätigt. Peinlich, peinlich. Dabei war Friedrich II bei mir sogar Abi-Thema.

Praktisch, solche Mütter!

: Nicht, wenn man der neueren Romanliteratur Glauben schenken darf...

Sicher, all diese Superweiber ... Ich meinte aber eher, daß sie tatsächlich die Möglichkeit hatte zu regieren, ohne mit jemandem ins Bett gehen zu müssen.

: Auch keine schlechte Begründung. Ich glaube, Elisabeth ist mir schon in allen Farben und Formen begegnet: Als hübsches, ehrgeiziges Mädchen und als häßlicher, lesbischer Drache.

Ich beginne sie erst "kennenzulernen". Abgesehen von Dunnett bisher als Frau mittleren Alters.

: Hm, hätte die Ägypter jetzt nicht unbedingt mit den Kreuzzügen in Verbindung gebracht. Wann und inwiefern gab es denn da Zusammenhänge?

Saladin hat sich zuerst zum Sultan von Ägypten gemacht, ehe er dann auch Herrscher von Syrien war. Schon im 12. Jahrhundert haben die Kreuzfahrerstaaten ein paar Mal in Ägypten angegriffen. Im 13. Jahrhundert gab es dann zwei Kreuzzüge, die nicht gegen Jerusalem sondern gegen Ägypten gerichtet waren. Der 5. (um 1218?) unter Pelagius und Jean de Brienne und der 7. (um 1250) unter Ludwig IX dem Heiligen. Beide Male wurde die Stadt Damiette eingenommen und beide Male sind die Kreuzfahrer dann in den Nilüberschwemmungen hängen geblieben. Nach Kairo wollten sie, aber soweit haben sie es nie geschafft.
Der Grund für die Angriffe auf Ägypten war eben, daß nach Saladin der Sultan Ägyptens zumindest nominell auch der Herr Syriens war.

Grisel


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